Wohnen

Welche Tricks zum Heizkosten sparen den Meisten bekannt sind - Und welche nicht

30.

Dezember 2020

Richtig zu heizen ist für jeden Wohnungseigentümer und jeden Wohnungsmieter aus zweierlei Gründen wichtig: um die Umwelt zu schonen und um Geld zu sparen. Denn Heizenergie macht im Gebäudesektor einen relativ großen Anteil des CO2-Verbrauchs aus, und auch bei den Wohnnebenkosten schlägt die Heizung besonders kräftig zu. Es gibt viele Möglichkeiten, wie sich der Verbrauch einfach reduzieren lässt – doch nicht alle davon sind der Mehrheit der Menschen bekannt.

Das hat gerade eine Studie des Energiedienstleisters Techem ergeben. Für die Studie hat Techem 2.000 Haushalte in Mehrfamilienhäusern befragt, also Selbstnutzer von Eigentumswohnungen sowie Mieter. Immerhin fast allen Befragten, nämlich 93 Prozent, ist klar, dass das persönliche Heiz- und Lüftungsverhalten die Heizkosten beeinflusst. Doch auf die Frage nach der Selbsteinschätzung antworteten viele, dass sie noch Nachholbedarf haben: Nur 65 Prozent der Befragten sind der Ansicht, über ein gutes bis sehr gutes Heiz- und Lüftungsverhalten zu verfügen.

Einfache Maßnahmen zum Einsparen von Heizenergie

Mit diesen Maßnahmen lassen sich Techem zufolge der Heizenergieverbrauch und damit auch die Heizkosten effektiv senken:

  • Regelmäßiges Stoßlüften, statt die Fenster dauerhaft auf Kipp zu stellen. Lüften sollte man, indem man mehrere Fenster gleichzeitig für fünf bis zehn Minuten weit öffnet. Immerhin 72 Prozent der Befragten wissen, dass Stoßlüften besser für den Energieverbrauch ist. Die Heizkörper dreht man beim Stoßlüften übrigens am besten herunter.

  • Heizkörper freiräumen. Die Heizkörper sollten nicht zugestellt sein, damit sie den ganzen Raum effektiv beheizen können. Diese Maßnahme befolgen 68 Prozent der Haushalte.

  • Im Winter die Rollos oder Vorhänge schließen. Auf diese Weise geht über die Fenster weniger Wärme verloren. Das wissen jedoch nur 54 Prozent der Haushalte.

  • Heizkörper regelmäßig entlüften. Werden die Heizkörper nicht regelmäßig entlüftet, arbeiten sie weniger effizient und verbrauchen mehr Energie. Dennoch kümmern sich gerade einmal 42 Prozent der Haushalte um eine regelmäßige Entlüftung.

Jedes Grad Raumtemperatur zählt

Viele Menschen wissen außerdem nicht, dass die Stufen 1 bis 5 am Heizkörper für ganz konkrete Raumtemperaturen stehen. Durch die Stufe 3 bis 4 zum Beispiel werden Techem zufolge 20 bis 22 Grad Raumtemperatur erreicht. Diese Temperatur empfiehlt der Energiedienstleister für Wohn- und Schlafzimmer. Steht die Heizung auf 2 bis 3, wird der Raum auf etwa 17 bis 20 Grad aufgeheizt. Das ist laut Techem die richtige Temperatur für Schlafzimmer und Küche.

Dabei ist wichtig zu wissen, dass jedes Grad mehr oder weniger den Energieverbrauch relativ deutlich beeinflusst. Wird die Raumtemperatur um ein Grad reduziert, spart das Techem zufolge sechs Prozent Energie ein.

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