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Deutlich weniger neue Eigentumswohnungen genehmigt

10.

Dezember 2020

Einen kräftigen Rückgang hat es zuletzt bei der Zahl der genehmigten Eigentumswohnungen in Deutschland gegeben. Zwischen Januar und September 2020 wurde deutschlandweit der Bau von 5.992 Eigentumswohnungen genehmigt – das entspricht einem Minus von 21,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Quelle: destatis.de). Da die Nachfrage nach Wohneigentum aber nach wie vor sehr hoch ist, ist damit zu rechnen, dass die Preisentwicklung für Eigentumswohnungen durch das nachlassende Angebot weiterhin positiv verlaufen wird.

Auch beim Wohnungsbau insgesamt werden mögliche Rückschläge befürchtet. Zwar haben die Tätigkeiten auf Deutschlands Baustellen trotz Coronakrise kaum nachgelassen. Die Baubranche war von der Pandemie bisher kaum betroffen, der Wohnungsbau ging weiter voran – doch demnächst könnte er ins Stocken geraten. Denn dem „Handelsblatt“ zufolge gibt es einen größeren Rückstau bei den Genehmigungsverfahren (Quelle: handelsblatt.com).  

Bei den Bauämtern staut es sich

Mehr als die Hälfte der Mitgliedsunternehmen des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) berichtet von stockenden Verfahren. Offenbar können die Bauämter durch die Kontakteinschränkungen die Verfahren weniger effektiv bearbeiten – auch weil die Digitalisierung der Baugenehmigungsverfahren nach wie vor noch fast gar nicht vorangeschritten ist.

Durch die Verzögerung bei den Genehmigungen besteht die Gefahr, dass die Bauunternehmen nicht weitermachen können, sobald sie ihre aktuelle Auftragslage abgearbeitet haben und derzeitige Bauvorhaben fertiggestellt sind. Dann würde sich der weitere Wohnungsbau deutlich verlangsamen.  

Der Bauüberhang wächst

Doch selbst viele eigentlich genehmigte Projekte werden offenbar nicht oder nur langsam umgesetzt. Der sogenannte Bauüberhang jedenfalls befindet sich dem Statistischen Bundesamt zufolge auf einem Höchstwert – der Bauüberhang gibt die Zahl von Wohnungen an, die zwar genehmigt, aber noch nicht gebaut sind. Ende 2019 betrug der Bauüberhang 740.400 Wohneinheiten, so viele wie zuletzt im Jahr 1998 (Quelle: haufe.de).

Insgesamt lässt sich konstatieren, dass der Wohnungsbau nach wie vor zu langsam vorankommt. 375.000 Wohnungen pro Jahr sollten bis Ende 2021 gebaut werden – das wurde 2018 als Ziel vorgestellt. Im vergangenen Jahr waren es jedoch nur 293.000. Das war gegenüber dem Vorjahr ein Plus von nur zwei Prozent. Auch in diesem Jahr wird nicht damit gerechnet, dass die Zahl der fertiggestellten Wohnungen deutlich über 300.000 liegen wird.

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