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Wohneigentumsreport: Wachstum bei Preisen und Verkaufszahlen

24.

September 2020

Der Wert von Eigentumswohnungen und Eigenheimen ist in Deutschland auch im Jahr 2019 gestiegen. Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat sich nahtlos fortgesetzt, wie der ACCENTRO-Wohneigentumsreport 2020 bestätigt: Im bundesweiten Durchschnitt stiegen die Preise 2019 um 6,35 Prozent. Dieser Anstieg entspricht fast exakt dem Wachstum des Vorjahres, in dem die Preise bundesweit um 6,82 Prozent zugenommen hatten.

Gestiegen sind damit auch die Umsätze in der Mehrzahl der 82 größten Städte, deren Marktgeschehen das IW Köln für den Wohnungsmarktreport ausgewertet hat. Den größten Umsatz verzeichnete aufgrund ihrer Größe die Bundeshauptstadt Berlin mit etwa 6,25 Milliarden Euro, gefolgt von München mit 5,55 Milliarden Euro. Hinter den sieben größten Metropolen konnten indes einmal mehr Leipzig (846 Millionen Euro) und Dresden (840 Millionen Euro) auf den Rängen acht und neun beweisen, wie stark mancher Standort in den östlichen Bundesländern inzwischen aufgeholt hat.  

Zahl der Verkäufe legt wieder zu

Bemerkenswert ist zudem, dass neben den Umsätzen auch die Zahl der Transaktionen gewachsen ist. Während 2018 noch ein Rückgang um 2,51 Prozent zu verzeichnen war, wurden 2019 in 56 von 82 Städten wieder mehr Wohnungen verkauft als im Jahr zuvor. Somit lässt sich das Preiswachstum nicht auf einen Mangel an verfügbaren Wohnungen zurückführen. Vielmehr zeigt ein Plus von 4,05 Prozent bei den bundesweiten Verkäufen, wie attraktiv ein Eigenheim für viele Menschen ist.

Den größten Zuwachs bei den Verkäufen erlebten Heidelberg und Regensburg, wo mit einem Plus von 39,8 beziehungsweise 31,5 Prozent je rund ein Drittel mehr Eigentumswohnungen den Eigentümer wechselten. Mit Stuttgart (+ 7,0 Prozent) findet sich die erste Top-7-Stadt in dieser Wertung erst auf Rang 37, was darauf zurückzuführen ist, dass der Neubau in den bereits dicht besiedelten Metropolen nicht mit der hohen Nachfrage mithalten kann. Dieser Umstand wirkt sich besonders stark in Hamburg und Berlin aus, wo die Zahl der Verkäufe mit einem Minus von 2,25 beziehungsweise 1,96 Prozent jeweils rückläufig waren.  

Marktniveau in Berlin bleibt trotz Regulierung stabil

Bei den Umsätzen pro Verkauf hat München im Jahr 2019 erstmals die Schallmauer von einer halben Million Euro pro Verkauf durchbrochen. Durchschnittlich 535.043 Euro zahlten Wohnungskäufer in der bayerischen Landeshauptstadt, die damit ihren unangefochtenen Titel als Stadt mit den höchsten Immobilienwerten bestätigt. Als äußerst robust erwies sich 2019 auch der Wohnungsmarkt in Berlin: Trotz politischer Unwägbarkeiten und den Folgen des im März eingeführten sogenannten Mietendeckels stieg der durchschnittliche Umsatz je Verkauf von 321.578 auf 337.577 Euro.

Den größten anteiligen Anstieg bei den Umsätzen je Verkauf können jedoch B- und C-Städte vorweisen. Insbesondere in Nordrhein-Westfalen zeigte sich der Markt ausgesprochen dynamisch: Mit Dortmund, Remscheid, Herne, Solingen, Witten und Münster belegen Kommunen aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland sechs Plätze in den Top 10. Besonders beeindruckend ist das Ergebnis Dortmunds mit einem Zuwachs von 38,5 Prozent gegenüber 2018. Stärke zeigten in dieser Kategorie allerdings viele Städte: Immerhin 32 weitere Kommunen verzeichneten ebenfalls ein zweistelliges prozentuales Wachstum.

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