Immobilie und Gesellschaft

Nirgends herrscht so gute Stimmung wie im Wohnsektor

10.

September 2020

Rund ein halbes Jahr nach Beginn der Coronakrise herrscht unter deutschen Wohnimmobilieninvestoren weiterhin ein positives Klima. Im August war das Immobilienklima im Wohnsektor besser als in allen anderen Immobilienklassen. Abgefragt wird die Stimmung von Immobilienmarktakteuren regelmäßig von der Deutschen Hypo und bulwiengesa, die aus den Umfrageergebnissen einen Klimaindex erstellen (Quelle: www.deutsche-hypo-immobilienklima.de).

Der Klimaindex im Bereich Wohnen lag im August bei 127,8 und damit höher als im Vormonat (120,0). Hinter dem Wohnklima verzeichnet auch der Logistiksektor relativ hohe Werte (122,7 nach 128,1 im Vormonat). Weit abgeschlagen folgen die Bereiche Büro (70,1), Handel (29,8) und Hotel (28,7). Dass die Stimmung im Wohnsektor so viel besser ist als in den anderen Immobilienbereichen, zeigt die besondere Krisenfestigkeit von Wohnimmobilien.  

Deutlicher Stimmungsanstieg seit dem Frühjahr

Im April dieses Jahres hatte das Immobilienklima zwischenzeitlich einen Tiefpunkt erreicht. Auch das Wohnklima verzeichnete zwischen März (127,9) und April (95,4) eine deutliche Verschlechterung der Stimmung. Zu dieser Zeit war die Unsicherheit in der gesamten Immobilienwirtschaft noch sehr hoch und die Marktaktivitäten legten eine Pause ein. Im März und April veröffentlichten außerdem manche Institute Prognosen, denen zufolge die Preise auf den Wohnungsmärkten stark sinken könnten.

Doch diese Prognosen sind nicht eingetroffen. Im Gegenteil sind die Wohnungspreise sogar auf dem Höhepunkt der Coronakrise weiter gestiegen. Dem Verband der deutschen Pfandbriefbanken (vdp) zufolge stiegen die Wohnimmobilienpreise im zweiten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,0 Prozent (Quelle: www.pfandbrief.de).  

Preisentwicklung zeigt hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien

Auch in preislicher Hinsicht zeigt sich somit, dass Wohnimmobilien während der Krise über eine überdurchschnittliche Stabilität verfügen. Zwar verzeichnete der vdp auch für Gewerbeimmobilien einen Preisanstieg, doch mit einem Plus von 3,9 Prozent fiel dieser etwas geringer aus.  

Dass Wohnimmobilien eine bessere Preisdynamik aufweisen als Gewerbeimmobilien, war bereits vor der Coronakrise ersichtlich. Denn auch in den vorherigen Quartalen verzeichneten Wohnimmobilien einen größeren Preisanstieg. Dadurch wird deutlich, dass in Deutschland eine grundlegend hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien herrscht – ob mit Krise oder ohne.

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