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Die Immobiliennews im August 2022

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01.

September 2022

ACCENTRO-Marktforschung: Was Immobilienkäufer und Eigentümer am Markt bewegt

Was für Immobilienkäufer und Eigentümer wirklich wichtig ist, zeigte im August eine große ACCENTRO-Marktforschung. Eine repräsentative Zahl an Eigentümern und solche, die es werden wollen, antwortete auf viele spannende Fragen: Mit was beschäftigen sich Immobilienbesitzer? Welche Fragen treiben sie um? Ist die große Herausforderung der Energiewende das zentrale Thema?

Etwa 60 Prozent aller Immobilienbesitzer informieren sich derzeit über das Thema der energetischen Sanierung: Kosten, Umsetzung sowie Wert- und Effizienzsteigerung. Bei den 1.000 Befragten ist eine energetische Sanierung der eigenen Immobilie somit das prägende Thema. Kein Wunder in einer Lage, die durch Energieverknappung, steigende Energiepreise und unsichere Perspektiven geprägt ist. Steht in Kürze ein Immobilienkauf an, bei dem Kreditkonditionen eine Rolle spielen, informieren sich 15,1 Prozent über Zinsen, Zinssatz und Zinsentwicklung. Knapp 60 Prozent suchen nach Informationen rund um die Wertsteigerung der eigenen Immobilie. Etwas mehr als 30 Prozent sind an einer Möglichkeit interessiert, den eigenen Immobilienbestand zu managen. Und fast die Hälfte (48,8 Prozent) legt großen Wert auf eine reelle Bewertung des Objekts als relevante Grundlage ihrer Kaufentscheidung.

Kostensteigerungen bei Gas und Heizöl

Die Preise für Gas und Heizöl steigen immer weiter und ein Ende ist zurzeit nicht in Sicht. Millionen Eigentümer müssen sich auf drastische Kostensteigerungen einstellen. Von der Bundesregierung sind die Deutschen aufgefordert, möglichst viel Energie zu sparen. Doch wo setzt man am besten an? Gemäß Matthias Hartmann, Chef des größten deutschen Immobilien-Energiedienstleisters Techem, werden die Heizkosten im Durchschnitt knapp 77 Prozent über dem Vorjahr liegen. Eine Beispielrechnung: Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung würden beim Heizen mit Gas rund 930 Euro anfallen – ein Plus von 400 Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Nach Worten von Hartmann reicht es auch im Winter aus, Wohnung beziehungsweise Haus nicht über 19 Grad Celsius zu heizen. Verbraucher könnten mit jedem Grad weniger sparen: Wer zwei Grad weniger als zuvor heize, könne zwölf Prozent beim Energiebedarf einsparen, rechnet Hartmann vor. Außerdem rät der Experte zum Stoßlüften. Wer Fenster dauerhaft auf Kipp stelle, lasse 30 Prozent der Energie nach außen, da Räume und Fenster auskühlten. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft Co2online wird noch genauer: Im Oktober sollten Bewohner 12 bis 15 Minuten lüften, im November acht bis zehn Minuten und von Dezember bis Februar vier bis sechs Minuten. So könne man bei den Heizkosten bis zu 12,5 Prozent sparen.

Aus für Förderung von Gasheizungen

Auch abgesehen von den Kostensteigerungen gab es für Besitzer von Gasheizungen schlechte Nachrichten im August. Am 14. August endete die staatliche Förderung für neue Gasheizungen. Denn am 28. Juli war eine Änderung der sogenannten Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Kraft getreten. Hausbesitzer, die eine neue Gasheizung einbauen wollen, zahlen seit Mitte August den vollen Preis selbst. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Bundesregierung beim Einbau neuer Gashybridanlagen bis zu 40 Prozent der Kosten übernommen. Es war erwartet worden, dass Gasheizungen künftig nicht mehr finanziell unterstützt werden. Denn die Regierung will das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ändern und gesetzlich festschreiben, dass ab Januar 2024 jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden soll. Reine Gasheizungen dürften dann nicht mehr verbaut werden. Der Förderstopp kam jetzt aber doch früher als erwartet.

Weitere KfW-Förderungen frühzeitig gestoppt

Zudem ist ein weiterer Fördertopf der KfW früher als geplant ausgeschöpft worden. Bereits sechs Wochen nachdem das Bauministerium die Mittel für die Förderung für altersgerechten Umbau von Wohnungen um 75 Millionen aufgestockt hatte, war das Geld aufgebraucht. Immobilienbesitzer, die einen Treppenlift, einen Aufzug oder eine Rampe vor der Haustür benötigen, können daher vorerst keine neuen Anträge stellen. Bis zu 6.250 Euro konnten private Eigentümer beantragen. Das Geld hätte für das ganze Jahr 2022 reichen sollen. Zu hoch war jedoch der KfW zufolge die Zahl der Anträge. Ähnliches war vor wenigen Monaten passiert, nachdem das Bundeswirtschaftsministerium im Januar plötzlich die Förderung von KfW-55-Häusern stoppte. Als im April eine neue Förderung für die nach strengeren Energiestandards errichteten KfW-40-Häusern gestartet wurde, waren die bereitgestellten Mittel in Höhe von einer Milliarde Euro schon nach wenigen Stunden ausgeschöpft.

Preise für Wohnimmobilien sinken

Mit der Nachfrage nach Wohnimmobilien fallen auch die Preise – erstmals auch bei Neubauten. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Europace Hauspreisindex (EPX). Der Zenit ist nach Ansicht der Analysten womöglich überschritten. Im Bereich der Eigentumswohnungen sind die Preise im Juli 2022 im Vergleich zum Vormonat um 0,86 Prozent auf 228,65 Indexpunkte gesunken, wie die Juli-Daten im Europace Hauspreisindex (EPX) zeigen. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate waren die Preise noch um 7,93 Prozent gestiegen. Auch die Kaufpreise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser sind gesunken (minus 0,26 Prozent). Der Index in diesem Segment ging auf 226,28 Punkte zurück – im Jahresvergleich lag das Wachstum mit 11,65 Prozent noch über der Zehn-Prozent-Marke.

Nach den neuen Eigentumswohnungen sinken die Preise für Bestandsimmobilien am zweitstärksten. In diesem Segment verzeichnete Europace im Juli einen Rückgang von minus 0,69 Prozent und landet nun bei 215,63 Indexpunkten. In den zurückliegenden zwölf Monate stiegen die Preise für Bestandshäuser um 8,03 Prozent. Der Gesamtindex nahm im Vergleich zum Vormonat im Juli um 0,6 Prozent ab. Im Vorjahreszeitraum hatten die Preise um 9,19 Prozent zugelegt. Der Gesamtindex lag im Juli bei 223,52 Punkten.

Quellen: Handelsblatt, Haufe.de

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