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Professionelle Investoren setzen vermehrt auf Wohnimmobilien

29.

Oktober 2020

Das Transaktionsvolumen auf dem deutschen Wohninvestmentmarkt hat in den ersten drei Quartalen des Jahres 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zugenommen. Dem Immobiliendienstleister CBRE zufolge wurden in den ersten neun Monaten 15,1 Milliarden Euro mit Wohnimmobilien umgesetzt – 25 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei wurden nur Wohnimmobilienverkäufe mit mindestens 50 Einheiten berücksichtigt (Quelle: ews.cbre.de).

Angesichts dessen, dass der Transaktionsmarkt im Frühjahr zeitweise praktisch eingefroren war, sind das bemerkenswerte Zahlen. Der aktuelle Marktbericht von JLL gibt sogar ein Transaktionsvolumen in Höhe von 16,6 Milliarden Euro an – gegenüber 14,5 Milliarden Euro im Vergleichszeitraum (Quelle: www.jll.de).

Langfristiges Wachstumspotenzial lockt Anleger an

Sowohl CBRE als auch JLL betonen die besondere Widerstandsfähigkeit, die der Wohnsektor in diesem Jahr gezeigt hat. Bei JLL heißt es, dass vor allem „die stabilen Erträge und das langfristige Wachstumspotenzial“ entscheidend für die Attraktivität von Wohnimmobilien für professionelle Investoren seien. Als „sichere Anlage“ stünden Wohnimmobilien bei Investoren hoch im Kurs, heißt es auch bei CBRE.

Der wichtigste Investitionsstandort bleibt Berlin. 1,51 Milliarden Euro wurden JLL zufolge auf dem Wohnimmobilien-Investmentmarkt der deutschen Hauptstadt umgesetzt – trotz der wohnungspolitischen Unsicherheit, die auf Profi-Investoren eigentlich eher abschreckend wirkt. Das langfristige Potenzial Berlins überwiege jedoch diese Nachteile.  

Internationale Investoren zieht es nach Deutschland

Zu betonen ist darüber hinaus, dass sich in Städten jenseits der großen Metropolen inzwischen ebenfalls großes Investoreninteresse zeigt. CBRE konstatiert, dass sich in den Randlagen und B-Städten eine „zunehmende Dynamik“ entwickle. Das gelte insbesondere für Städte mit Universitäten und mit einer guten Anbindung an die Metropolen. Dort wird mit steigenden Preisen gerechnet.

Ebenfalls auffällig ist der größer werdende Anteil von ausländischen Investoren auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt. Tatsächlich stammt JLL zufolge mehr als die Hälfte (55 Prozent) des in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf dem deutschen Wohninvestmentmarkt umgesetzten Kapitals aus dem Ausland. Im Fünfjahresdurchschnitt beträgt der ausländische Anteil dagegen gerade einmal 21 Prozent. Das ist ein deutliches Zeichen für die große Attraktivität des deutschen Wohninvestmentmarktes – die sich durch die während der Coronakrise unter Beweis gestellte Resilienz offenbar noch einmal erhöht hat.

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