Kapitalanlagen & Investments

Höchster Preisanstieg für Wohnimmobilien seit vier Jahren

25.

Dezember 2020

Die Preise für Wohnimmobilien sind im dritten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,8 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Preisanstieg seit Ende 2016, als die Preise im Vorjahresvergleich um 8,4 Prozent stiegen, wie neueste Daten des Statistischen Bundesamts ergeben haben. Allein zwischen dem zweiten und dem dritten Quartal 2020 haben sich Wohnimmobilien in Deutschland demnach um 2,6 Prozent verteuert. (Quelle: www.destatis.de)

Der kräftige Preisanstieg zeigt die durch die Krisenerfahrung offenbar noch einmal gestiegene Nachfrage nach Wohnimmobilien. Auch der aktuelle Investmentmarktbericht des großen Immobiliendienstleisters Savills stärkt diese Botschaft.

Noch höhere Nachfrage in den kommenden Jahren erwartet

Demzufolge wurde 2020 auf dem Markt für größere Wohnimmobilientransaktionen (ab 50 Wohneinheiten) nach 2015 der zweithöchste Umsatz überhaupt erzielt. Allein in den ersten elf Monaten wurde 2020 mit Wohnimmobilien mehr Umsatz erzielt (17,9 Milliarden Euro) als im Gesamtjahr 2019. (Quelle: www.savills.de)

Dabei rechnen die Experten von Savills jedoch nicht damit, dass 2020 eine Ausnahme bleibt, im Gegenteil. Dem Investmentmarktbericht zufolge rechnet man bei Savills in den kommenden Jahren sogar mit einer noch höheren Nachfrage. Das liegt demnach einerseits daran, dass die Notenbanken längerfristig eine Niedrigzinspolitik verfolgen und Wohnimmobilien dadurch eine sehr bedeutende Anlagemöglichkeit sind. Andererseits hat sich durch die Coronakrise die Unsicherheit bei Investitionen in Büro- und Einzelhandelsimmobilien erhöht, wodurch Wohnimmobilien noch stärker in den Fokus rücken.

Corona hat zur Aufwertung der Wohnung geführt

Durch die Coronapandemie könnte der Status der Wohnung Savills zufolge noch gestärkt worden sein: „Die Lockdown-Erfahrung könnte zu einer Aufwertung der Wohnung als Lebensmittelpunkt führen und zusammen mit weiteren Effekten wie der steigenden Akzeptanz des Homeoffice zu einem höheren Wohnflächenbedarf führen.“

Der aktuellen „Europäischen Wohnungsmarktkarte“ von Catella zufolge haben sich die Wohnungsmärkte in ganz Europa während der Coronakrise gut positioniert. In 61 analysierten Städten in insgesamt 19 Ländern sind die Wohnungskaufpreise zwischen dem ersten und dem dritten Quartal 2020 – also binnen eines halben Jahres – im Schnitt um 3,6 Prozent gestiegen. (Quelle: www.catella.com)

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