Wohnen

Dachboden oder Dach dämmen? – Hier finden Sie Tipps

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16.

September 2021

Ob als Stauraum, Spiel- oder Schlafzimmer – unabhängig davon, wie der Dachboden genutzt wird, ist eine Dämmung des Dachs oder der obersten Geschossdecke nicht nur kosten- und zeitsparend, sondern schont auch die Umwelt. Welche Möglichkeiten es für Eigentümer gibt und worauf es bei der Dämmung ankommt, lesen Sie in diesem Beitrag.

Dach dämmen und Wohnraum gestalten

Besonders empfehlenswert ist die Dachdämmung, wenn der Dachboden als Wohnraum genutzt und dementsprechend beheizt wird. Denn dadurch wird verhindert, dass die Heizwärme nach außen abgegeben wird. Eine Dämmmöglichkeit für Eigentümer ist die Aufsparrendämmung für Steildächer. Hierbei wird der Dämmstoff zwischen die Holzsparren und die Dacheindeckung gelegt. Diese Vorgehensweise ist besonders effizient, da durch das Auftragen des Dämmmaterials Wärmebrücken verhindert werden und somit keine Wärme aus dem Inneren des Dachstuhls entweichen kann. Auf diese Weise entsteht eine durchgängige Dämmebene ohne undichte Übergänge. Allerdings muss das Dach für eine solche Dämmung neu gedeckt werden – das erhöht sowohl die Kosten als auch den Aufwand. Darum lohnt sich diese Art der Dämmung vor allem beim Neubau oder bei der Dachsanierung. Bei Flachdächern kann sich die Aufsparrendämmung auch unter anderen Umständen rentieren, denn das Anbringen der Dämmplatten kann bei dieser Variante mitunter kostengünstiger ausfallen. Wer dagegen vom Ausbau des Dachgeschosses oder der Dachsanierung inklusive Dachdeckung absieht, für den gibt es noch eine andere Lösung.

Die Dämmung der obersten Geschossdecke

Soll der Dachboden lediglich als unbeheizter Stauraum dienen, kann auf die Dachdämmung verzichtet werden. In diesem Fall ist jedoch die Dämmung der obersten Geschossdecke notwendig. Der Grund: Die oberste Geschossdecke beziehungsweise der Fußboden des Dachbodens dient als Übergang zwischen den beheizten Wohnräumen und dem unbeheizten Dachboden. Die Ausstattung mit Dämmmaterial verhindert, dass die Heizwärme aus den unteren Geschossen nach oben entweichen kann. Da hierbei die Material- und Arbeitskosten im Vergleich zur Dachdämmung preisgünstiger sind, bietet die Dämmung der obersten Geschossdecke eine geeignete Alternative. Damit der Dachboden trotz der entsprechenden Maßnahmen begehbar bleibt, gibt es verschiedene Optionen. Einerseits bieten sich Kombinationen aus Bohlenstegen und weichen Dämmstoffmaterialien wie Steinwolle an, deren Flocken in den Zwischenräumen ausgelegt werden. In diesem Fall ist der Dachboden überall dort begehbar, wo die Bohlenstege verlegt sind. Andererseits besteht die Möglichkeit, Dämmplatten aus extrudiertem Polystyrol-Hartschaumstoff (XPS) zu verlegen. Diese können im Anschluss mit Verlegplatten bedeckt werden, sodass der gesamte Boden begehbar wird.

Wer sich nachträglich dafür entscheidet, den Dachboden auszubauen, kann zur Zwischensparrendämmung greifen. Im Zuge dessen wird der Dämmstoff zwischen den Sparren eingebaut, sodass eine neue Dachdeckung nicht notwendig ist. Zusätzlich kann mit der Untersparrendämmung von innen gedämmt werden. Auch mit dieser Kombination wird eine erhöhte Dämmungswirkung erreicht, da von innen keine Wärme mehr nach außen entweicht. Der Nachteil ist allerdings, dass die Dicke der Dämmschicht unter Umständen die Wohnraumfläche einschränkt.

Es kommt auf den persönlichen Nutzen an

Worauf es letztlich ankommt, ist zu entscheiden, ob man den Dachboden als zusätzlichen Raum nutzen möchte. Dennoch ist es nicht sinnvoll, übereilt zu planen. Wer den Ausbau erst mal verschieben möchte, kann die Dämmung mit der Zwischensparrendämmung jederzeit nachholen und den Stauraum zu einem gemütlichen Wohnraum umfunktionieren.

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